Sonntag, 25. August 2013

Südkorea

Der erste Kulturschock. Das was mich in meinen Grundfesten erschüttert, ist nicht meine finnische Umgebung, oder die finnische Sprache.Es ist meine Mitbewohnerin, Yen Hee. Sie kommt aus Südkorea. Sie kann nur sehr wenig Englisch, möchte aber alles tun um in den Augen ihrer Wohnungsgenossin als freundlich zu gelten. Nach unserem anfänglichen Schock, dass wir uns nicht gegenseitig verstehen, sind wir zwei Tage lang umeinander herum geschlichen. Dann hat sie sich ein Herz genommen und mich zum Dinner eingeladen. Nach der zweiten kulturellen Hürde (ich esse kein Hühnchen aus Massentierhaltung!) haben wir gemeinsam gekocht.
Was nicht alles möglich ist mit den neuen Medien! Ich hatte einfach meinen Laptop auf dem Essenstisch und immer, wenn sie ein Wort nicht wusste, wurde es eingetippt und plopp! erschien es auf Englisch.
Dafür hat sie mir ein paar südkoreanische Wörter beigebracht und dank meiner interkulturellen Kompetenz - vor dem Essen schnell ein paar Wikipedia-Artikel zu Südkorea gelesen! - weiß ich jetzt auch, dass dort die Tochter des ehemaligen Diktators regiert, die interessanterweise in der Gegenwart durch demokratische Wahlen legitimiert ist.
Und nachdem ich ihr den Gangnamstyle in unserer Küche vorgetanzt habe, war auch das letzte Eis gebrochen.

Groß und weit und leer ist das Land...

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